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Es wird Sommer...

Wahnsinn, auch dieser Winter hat mal ein Ende und es wird tatsächlich Sommer. Gestern abend war ich mit meinen Mädels ein Eis essen und wir haben, weil wir unbedingt draußen sitzen wollten, erbärmlich gefroren, aber der Geschmack eines leckeren Erdbeerbechers und das Lächeln unseres netten Eisitalieners hat uns dafür entschädigt.
Heute Morgen war ich trotz Feiertag auf einem Organisatorentreffen, anschließend beim Familienmittagessen und dann beim traditionellen Maibaumaufstellen. Das war echt lustig, denn bei solchen Events treffe ich Leute, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe. Ausserdem sind viele knackige Männer in Lederhosen ja auch immer ein leckerer Anblick.
An alle Mitabnehmer: Ich passe wieder in mein Trachtenoberteil! Das freut mich deshalb ganz besonders, weil mein Bruder am 9. Juni standesamtlich heiratet und da auch alle Tracht tragen werden, wir sind ja schließlich in Bayern. Also muss ich mich demnächst auf die Jagd nach einem passenden Rock dazu machen.
Morgen muss ich zum Arbeitsamt, mal sehen ob ich für die ganzen letzten Monate eine Nachzahlung bekomme.
Mein Ex-Chef hat trotz freundlicher Ankündigung nicht gezahlt. Muss mich wohl darauf einrichten, dass es noch länger dauert, bis ich von diesem Geld was sehe. Naja, das wird schon...
Schönen sonnigen Restfeiertag euch allen!

2 Kommentare 1.5.06 16:37, kommentieren

Verborgene Talente

Boah, bin immernoch platt von diesem Wochenende.
Am Samstag haben wir von der Kolpingjugend in unserem Ort aus einen Kinder und Familientag organisiert und ich war eine der Hauptverantwortlichen. Am Freitag abend noch war dieser Tag für mich ein riesiger gordischer Knoten der einfach nicht platzen wollte. Fehlende Bierbänke waren da das kleinste Übel.
Wie durch ein Wunder hatte sich dieser Knoten dann am Samstag Faden für Faden langsam aufgelöst und der Tag lief fast reibungslos. Wir hatten wunderschönes Wetter, viele Kinder und viel Spaß. Das schönste war für mich allerdings ein Kompliment meines Vaters, der mit meinen Nichten vorbeikam und meinte, sowas hätte er niemals organisieren können und er wäre echt stolz auf mich.
Nach dem Abbauen wollte ich eigentlich nur noch nach Hause unter die Dusche. Kaum zu Hause steht eine Freundin vor meiner Tür, die meinte, ich hätte doch sicher den ganzen Tag noch nichts gegessen und sie lädt mich und eine andere Freundin jetzt zum grillen ein. Ok, also nix mit Duschen, ab aufs Fahrrad und weg. Chilliger Abend, gutes Essen, 2 Flaschen Wein und die obligatorische Post-STress-Zigarette.
Um halb zwölf zuhause blinkt mir mein AB entgegen. Der Hausmeister von dem Platz an dem wir waren, meinte, wir sollten sofort unsere Getränkekisten von da entfernen! Ausgemacht war, dass wir sie da stehenlassen können bis montag. Also musste ich um halb zwölf noch einen meiner Mitorgnisatoren aus dem Bett schmeißen, der das Problem dann am Sonntag erledigt hat.
Ich selbst war am Sonntag mit Freunden beim Brunchen, wofür ich mit der S-Bahn einmal komplett durch München gurken musste, aber es war ein netter chilliger Tag. Wieder zu Hause, habe ich das Schlachtfeld dort wieder in meine Wohnung verwandelt und bin anschließend wie tot ins Bett gefallen.
Jetzt weiß ich, dass ich über ein bisschen Organisationstalent verfüge und eigentlich nur noch etwas gelassener werden muss.
Heute Morgen war ich übrigens beim Arbeitsamt und habe endlich meinen Antrag abgegeben. Was ich bekomme, ist zwar ein schlechter Witz, doch es ist besser, als nichts. Vor allem bekomme ich noch eine Nachzahlung ab November 05 und die Rückzahlung meiner Versicherungsbeiträge. Das wird auch ein nettes Sümmchen. Also hat sich der Nerven- und Papierkrieg gelohnt.
Heut früh hab ich festgestellt, dass die Kette von meinem Fahrrad rausgesprungen ist. Immer wenn sowas passiert, ist keiner da, ders reparieren kann. Sollte das echt mal selber lernen. Bis demnächst in diesem Blog

1 Kommentar 8.5.06 10:20, kommentieren

Königskinder

Bevor ich die Geschichte zur Überschrift erzähle, sei gesagt, ich glaube nicht an Zeichen oder Vorsehung, ja nicht einmal an Zufälle, zumindest war das bisher so.
Es gibt in meinem Leben nur wenige wirklich wichtige Männer. Einer davon ist S. Kennengelernt haben wir uns, da war ich 9 und er 19 und mein Gruppenleiter bei den Pfadfindern. Schon damals war er für mich eine recht faszinierende Figur. Er ging dann zum studieren nach Berlin und der Kontakt brach völlig ab. Die nächste Begegnung war 5 Jahre später, wieder auf einem Zeltlager. Wir haben eine ganze Nacht lang nur geredet und ich denke, dass ich da angefangen hab, ein bisschen für ihn zu schwärmen. Danach war nicht sofort wieder Funkstille, ich bekam einige faszinierend kryptische und inhaltsschwere Postkarten aus Berlin und eine selbstgebrannte CD mit für mich damals sehr erwachsener und unheimlich "cooler" Musik. Dann wieder für mehrere Jahre kein Kontakt. Inzwischen war ich von zuhause ausgezogen und lebte in einer kleinen Bude in der Münchner Uni-Gegend. Eines Nachts war ich mit einem Freund auf dem Hauptbahnhof unterwegs und plötzlich stand ER vor mir. Verblüffung. Freude. Fassungslosigkeit. Schneller Austausch von Telefonnummern, dann mussten wir weiter und er wohl auch. Abends eine Nachricht auf meinem AB. Ich rufe zurück und wir telefonieren die halbe Nacht. Er lädt mich für den nächsten Abend zum Essen ein, zu sich nach Hause. Freude, Aufregung, Flugzeuge im Bauch.
Dann dieser unvergessliche Abend, ein Mann der für mich kocht, der Rotwein, die Kerzen überall, die Erinnerungen und schließlich endlich der erste Kuss. Von da an war alles egal, der Altersunterschied, die völlig unterschiedlichen Lebenssituationen, einfach alles. Ich habe viel gelernt in dieser Zeit und sie meistens einfach nur in vollen Zügen genossen. Bis zum großen Showdown. S. erklärte mir, er habe eine Frau kennengelernt, eine richtige Frau, für ihn war ich wohl immer noch nur ein Mädchen gewesen. Absturz, der schlimmste Liebeskummer meines Lebens. Doch irgendwann war auch der nur noch Erinnerung, genau wie S. Keinerlei Berührungspunkte mehr, keine gemeinsamen Freunde oder Bekannten. Ich wusste nicht, wo er jetzt lebt oder was er macht.
Bis ich gestern abend mit einer Freundin, E. beschließe, vor einer Sitzung beim MäcDoof noch Pommes zu essen. Wir verlassen den Laden, ratschend, kichernd, wie Mädels nun mal sind und plötzlich hinter mir die Stimme: "Jule?!?" Die totale Überraschung. E. behauptete hinterher, ich hätte "geschaut wie ein Auto ohne Licht". Wir konnten beide nichts sagen, und als wir schließlich Nummern austauschen wollen hat niemand was zu schreiben dabei. Ich konnte ihm nur noch sagen, dass ich im Telefonbuch unseres Ortes verzeichnet bin, bevor E. mich weiterzieht, weil wir einen Termin haben. Den ganzen Abend geht mir diese Begegnung nicht aus dem Kopf und als mich zuhause mein blinkender AB empfängt macht mein Herz schon Freudensprünge, doch es ist nur unwichtiges Zeug drauf. Ich weiß nicht, was ich erwarte, ob er mir noch wichtig ist, ob ich noch hoffe und ob das überhaupt Sinn macht. Mache mir klar, dass er, hätte er sich wirklich melden wollen, das doch sofort getan hätte und bin gleichzeitig traurig drüber. Verrückte Welt.

3 Kommentare 10.5.06 14:28, kommentieren

Wenn Kopf und Bauch sich streiten

Boah, ich krieg ihn nicht aus dem Kopf! Natürlich hat er sich nicht gemeldet und mein Kopf sagt, er wird es auch nicht mehr tun, egal wie sehr der Bauch drauf hofft. Der wiederum hofft, egal wie oft der Kopf fragt, was das denn eigentlich bringen soll. Aaarrrgh!
Ansonsten war ich gestern, wohl aus Ablenkungsgründen, abends auf einer Fahrradtour, doch auch nach 30 km strampeln registriere ich zuerst meinen nicht-blinkenden AB in der Wohnung. Auch die Bastelei an der Hochzeitszeitung für meinen Bruder lenkt mich nicht wirklich ab. Bin sogar so blöd, seinen Namen bei Google einzugeben. Natürlich ohne Ergebnis. Und selbst wenn, angerufen hätte ich wohl nicht, so weit geht mein Drang mich zu demütigen hoffentlich noch nicht.
Ich kapier es einfach nicht. Ich hab so lange nicht an ihn gedacht. Und jetzt plötzlich wegen fünf Minuten probt mein Hirn den Aufstand? Versteh das wer will....

2 Kommentare 11.5.06 13:10, kommentieren

Sonne satt!

Ich liebe dieses Wetter! Obwohl ich im Herbst geboren bin, bin ich ein absoluter Sonnenjunkie! Es ist so toll, wieder in Top und Caprihose fahrradfahren zu können und sich nicht mehr in eine 3kg-schwere Daunenjacke packen zu müssen.
Morgen fahre ich aufs Lernfest nach Benediktbeuren. Da gibts einen Haufen pädagogisch angehauchter Schulungen, hoffentlich viele nette Leute und jede Menge Spaß. Aber da wir schon vier Mädels sind, werden wir den sicher haben.
Nein, S. hat sich nicht gemeldet und ich warte auch nicht mehr drauf. Hey, es ist Sommer und da draußen laufen genügend andere Kerle rum. Vielleicht ergibt sich der ein oder andere nette Flirt... Man wird sehen! Schönes Wochenende euch allen!

1 Kommentar 12.5.06 13:49, kommentieren