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Es wird Regen geben...

Heute abend geh ich aufs Open Air von den Wise Guys am Königsplatz in München. Doch so wie es aussieht werden wir im Chor singen müssen: "Es ist Sommer..." denn es sieht verdammt nach Regen oder Gewitter aus. Was solls, Regenjacke in den Rucksack und los! Wird sicher trotzdem lustig!

3.6.06 13:00, kommentieren

Ruf doch mal an...!

Was für ein Abend! Ein Haufen Freunde, das 1 % Wahrscheinlichkeit, dass es nicht regnet, die Menschenmenge am Königsplatz, die dunklen, gelb umrandeten Gewitterwolken im Hintergrund, das diffuse Licht des Sonnenuntergangs und ein absolut gigantisches Konzert.
Ich kenne die Wise-Guys erst seit kurzem so richtig. Klar den Hit "Es ist Sommer" kennt jeder, aber sonst kaum was. Eine Freundin hat mich darauf gebracht und mir kurzerhand zum Geburtstag alle deren CD's gebrannt. Dann vor ein paar Wochen das erste Konzert in der Münchner Philharmonie. Ein kleines gemütliches Konzert.
Da war das gestern abend schon was ganz anderes. Ich mag die Musik der Wise-Guys, weil man abwechselnd lachen und nachdenken, heulen und schunkeln und kuscheln kann. Weil es gigantisch ist, was die fünf so ganz ohne Equipment auf der Bühne veranstalten, wie das mitreißt.
Relativ zum Schluss kam ein Lied, das ich noch nicht kannte, ein Lied dass mich direkt ins Herz getroffen hat, weil es momentan so gut auf mich passt. Wer nicht weiß worauf ich anspiele, soll zurüblättern zum Beitrag "Königskinder".
Hier der Text:

Ruf doch mal an, oder schreib mir ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Ruf doch mal an, ich sag es dir ganz deutlich,
ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freut sich.

Ein Foto, das in meiner Schublade lag,
du und ich mit achtzehn, ein sonniger Tag,
wir würden uns bald wiedersehn, das ham wir geglaubt,
das Foto ist inzwischen ziemlich angestaubt.
Wieviel Jahre ist das her? Ich glaub es sind sieben,
du zogst in die Welt hinaus, und ich bin geblieben.
Ich hab dich fast vergessen, dann hab ich dich vermißt,
jetzt will ich wissen, was aus dir geworden ist!

Ruf doch mal an, oder schreib mir ne Karte,
...

Wir haben schon im Kindergarten Doktor gespielt
und mit einem Schneeball auf den Nachbarn gezielt.
Später in der Schule: ein Herz und eine Seele,
ich würd gern wissen ob ich dir ein klein wenig fehle.
Wir waren grundverschieden, doch das hat uns nie gestört,
leider hast du meine Liebe nie ganz erhört.
Gegensätze ziehn sich an, das ist nicht gelogen,
doch ich hätt dich ganz gerne auch mal ausgezogen.

Ruf doch mal an, oder schreib mir ne Karte,
...

Wiedervereinigung - das wäre mein Plan
Du und ich - das wird vielleicht ein Fortsetzungsroman
Alte Liebe rostet nicht, das weißt du doch auch
Du zauberst mir ein Kribbeln in den Bauch!

Ruf doch mal an, oder schreib mir ne Karte,
...

Ich würde mir so sehr ein Lebenszeichen von S. wünschen. Nicht die Wiederauflebung unserer Beziehung, nein, einfach nur eine Postkarte oder ein Anruf, ein Kaffeetrinken oder so... Einfach nur reden....
So, das war ein ziemlich langer Eintrag, aber das wars jetzt erstmal für ein paar Tage, ich bin bis Donnerstag abend nicht zu Hause und am Freitag heiratet mein Bruder standesamtlich, werde mich aller Vorraussicht nach erst am Samstag wieder melden,

bis dann

2 Kommentare 4.6.06 11:49, kommentieren

Ein Sack voll Flöhe

Von Pfingstmontag bis Donnerstag abend war ich als Köchin auf einer Kinderfreizeit der Kolpingjugend. Vier aufregende, anstrengende, lustige, stressige und schöne Tage.
Schon im Vorfeld war es aufregend, weil sich das Leitungsteam immer wieder verändert hat und wir zum Schluss dann mit nur 4 Leuten für 20 Kinder zuständig waren. Da ich fast nur in der Küche stand, waren die anderen drei also auch gut im Stress.
In der ersten Nacht hatte ich das Gefühl, jemand hätte mir mit Edding "komm zu mir" auf die Stirn geschrieben, ohne dass ich das bemerkt habe. Um viertel nach 2 kam das erste Kind "mir is so schlecht". Ok, aufgestanden, Tee gekocht, Kind wieder ins Bett gestopft, selber wieder eingeschlafen. Viertel nach vier stand dann eines der älteren Mädels an meinem Bett. "Mein Bett is voller Blut". Oh shit! Wieder aufgestanden, Bettwäsche gewechselt, Hygieneartikel gesucht, festgestellt, dass das arme Kind völlig unaufgeklärt war, Wärmflasche gemacht, Kind ins Bett gestopft. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann aufgegeben, noch schlafen zu gehen und bin aufgestanden. Die übrige Freizeit verlief weitaus ruhiger als die erste Nacht und wir mussten uns nur mit Kleinigkeiten wie dörflichen Supermarktsortimenten und nicht brennenden Holzkohlen rumschlagen. Und Kinder sind zwar stressig, aber manchmal einfach göttlich komisch: Einer meiner Mitleiter erklärt einen 12-jährigen, dass er in unserem Verband Bezirksleiter ist. Daraufhin der Junge: "Dann kommst du gleich nach dem Papst, gell?" Ein Brüller!
Trotzdem bin ich am Donnerstag abend als ich wieder zuhause war, um acht wie tot in mein Bett gefallen.

2 Kommentare 10.6.06 16:49, kommentieren

Großer Bruder

Gestern hat mein Bruder standesamtlich geheiratet. Endlich habe ich ihn "unter die Haube" gebracht. Ich finde er hat mit seiner Frau eine ausgezeichnete Wahl getroffen, und da er schon 2 Töchter mit ihr hat und die beiden auch schon 6 Jahre zusammen sind, war die Hochzeit auch eher Formsache.
Morgens um 11 die Zeremonie im Standesamt. Beide Mamas haben ein paar Tränchen verdrückt. Witzigerweise ist der Standesbeamte mit meinem Bruder in der Grundschule gewesen. Anschließend essen und Kaffee trinken im Gasthof.
Zur Kür traf sich dann abends das Jungvolk im Garten meiner Eltern zum Fußball schauen und Pizza essen. Nachdem dann auch noch die Nationalelf diesen Tag mit einem Sieg krönte, sind wir noch zu einem Streifzug durch die Kneipen aufgebrochen der erst im Morgengrauen endete. Ich wusste garnicht, wie trinkfest mein Brüderchen ist . Anschließend komaartiger Schlaf bis 10 Uhr heute morgen. Ich werde alt!

3 Kommentare 10.6.06 16:57, kommentieren

Mikrojob

So, nachdem mein Blog bzw Myblog in den letzten Tagen einige Macken hatte, bin ich jetzt wieder da.
Übers Wochenende war ich auf einer Teamklausur von unserem Verband. Wir waren in einer sogenannten Jugendsiedlung im Tölzer Hochland. Diese Einrichtung besteht aus mehreren Blockhütten auf einem am Wald gelegenen Grundstück. (Übrings war Bruno der Bär wohl ganz in unserer Nähe). Es war ein ergiebiges und trotzdem entspanntes Wochenende mit lauter netten Leuten.
Direkt von da bin ich zur Feier des 4. Geburtstages meiner Nichte Hanna aufgebrochen. Jede Menge Verwandschaft, noch mehr Kuchen und so viele Geschenke, dass das arme Kind nicht mehr wusste, wohin es zuerst schauen soll. Wie gut dass ich meines zuhause gelassen hatte, weil ich es nicht nach Königsdorf mitschleppen wollte.
Ab Montag darf ich endlich mal wieder was arbeiten, wenn auch nicht besonders viel und wenn auch dieses Glück von kurzer Dauer ist. Zwei findige Jungs aus unserem Verband wollen im dem Haus, in dem wir unseren zentralen Sitz haben, ein Cafe mit ausschließlich Produkten aus fairem Handel aufziehen. Dieses Projekt geht nächste Woche in eine Testphase und ich darf da kellnern. Bin schon ziemlich neugierig und hoffe, dass diese Idee funktioniert! Drückt uns die Daumen!

18.6.06 21:15, kommentieren