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Alles Theater!

Gestern war ich auf einem Workshop für improvisiertes Schwarzlicht-Theater. Es war einfach nur noch genial. Sich mal einen ganzen Tag lang kreativ ausleben können, hemmungslos rumalbern und das ganze auch noch mit coolen Kostümen und Lichteffekten. Zum Beispiel jemandem den Kopf abhauen und dann mit selbigem unterm Arm grinsend von der Bühne zu laufen, oder ein Mann, der wie von Geisterhand ausgezogen wird...
Ein chilliger, kreativer Tag mit supernetten Leuten!

2.7.06 17:59, kommentieren

Konfliktfähigkeit, Teil II

Gestern hätte ich I. erwürgen können. Geplant war, dass sich das Vorbereitungsteam heute um 10.00 trifft un den Gottesdienst fertig zu machen. Gestern abend, als ich nach dem Theaterworkshop todmüde ins Bett gefallen bin, klingelt um halb zwölf mein Handy. I. Ob wir uns eine halbe Stunde später treffen könnten. Arrrgh, aber ok. Wieder ins Bett. Nach einer halben Stunde erneut Telefon. Wieder I. Sie würde das Treffen gerne auf 14.00 verschieben. Da bin ich dann ausgeflippt. ERstens weil sie mich 2x geweckt hatte, zweitens weil mein Sonntag dadurch total im Eimer ist weil man weder vorher noch nachher noch groß was planen kann. Habe aber schließlich nachgegeben.
Heute 14.00 stand ich pünktlich am Treffpunkt, allerdings alleine. 14.10 trudelt dann K. ein, die dritte im Bunde. Doch da I. den Schlüssel hat, konnten wir nicht viel machen. Um 14.30 kommt schließlich I. und wir können anfangen. Es kostete mich viel Beherrschung, sie nicht völlig unqualifiziert anzupflaumen und das Treffen einigermaßen straff durchzuziehen. Naja, hoffentlich klappt der Gottesdienst nächsten Sonntag so, wie wir uns das vorstellen. Das ist in diesem Jahr das letzte Projekt, für das ich hauptverantwortlich zuständig bin. Mal sehen, vielleicht kann ich für den Rest des Jahres eine direkte Konfrontation mit I. besser umgehen.

1 Kommentar 2.7.06 18:06, kommentieren

Thrill is gone

Eine Postkarte. In meinem Briefkasten. Eine Postkarte von ihm. Von S. Eine schwarze Postkarte, mit kryptischen Schriften. Er schreibt, er glaube, hinter unseren immer wieder kehrenden Treffen an den seltsamsten Orten stecke System. Schreibt, ich soll ihn anrufen. Schluck! Die Postkarte bleibt erstmal auf dem Tisch liegen. Ich gehe weiter meiner To-Do-Liste nach, treffe mich mit Leuten für den Gottesdienst, fahre nach Hause zu meinen Eltern, für meine Oma aufs Erdbeerfeld.
Wieder zuhause, fange ich systematisch an aufzuräumen. Bis mir wieder die Karte in die Hände fällt. Greife zum Telefon, lege es aber wieder hin. Da klingelt es plötzlich. Er. Verblüffung. Freude. Die selbe faszinierend rauhe, leise Stimme. Dann ein schnelles Update der letzten Jahre. Erzähle ihm mein Chaos, er lacht und meint, es habe sich ja nichts verändert bei mir...
Dann erzählt er von seinen Veränderungen. Er ist verheiratet, hat eine 2-jährige Tochter, ist Angestellter bei der Bahn. Und noch während er spricht, kippt etwas in mir. Die Spannung weicht und plötzlich weiß ich, es ist gut. Er kann mir nicht mehr gefährlich werden. Thrill is gone.

1 Kommentar 5.7.06 10:25, kommentieren

Sommerfreuden

Altstadtfest. Unsere kleine Innenstadt verwandelt sich, Bierbänke auf den Straßen, Stände mit Essen und Trinken überall, ein Riesenrad mitten im Zentrum. Musik flirrt durch die Luft. Und überall Menschen, bekannte Gesichter, die man nur ein oder zweimal im Jahr bei solchen Gelegenheiten sieht. Wie als ob sie eigens dafür aus ihren Löchern gekrochen kommen. Es ist das endgültige Zeichen dafür, dass Sommer ist. Ausnahmezustand, überall fröhliche Begrüßungen, Umarmungen. Am Freitag abend gings los mit einem Nachtflohmarkt, bummeln, schauen, ratschen... Vorher war ich allerdings noch mit meiner Mama auf einer Jungggesellenversteigerung! Echt witzig, und wer sich jetzt fragt welcher vernünftige Mensch da mit seiner Mutter hin geht: Sie hatte die Karten und hat mich mitgenommen!
Gestern dann unser Gottesdienst, der bis auf kleine Pannen gar nicht so schlecht war. Hinterher die Erleichterung, wieder mal ein Projekt geschafft, mein letztes in diesem Jahr, für das ich hauptverantwortlich bin. Anschließend unser Danke-Schön-Grillen. Natürlich auch der plötzlich aufkommende Nationalstolz, Weltmeister der Herzen...
Dann wieder mit Freunden in die City. Da steppte der Bär, verschiedene Life-Bands, Bombenstimmung. Lässig mit einem Flügerl in der Hand an der Freiluft-Bar stehen, hemmunglos mit Männern flirten, die man schon eine Ewigkeit kennt, kurz vor Mitternacht die obligatorische Riesenradfahrt inklusive einsetzender Melancholie beim Blick auf die nächtliche Stadt. Dann wieder Tanzen und Partyhits mitgröhlen, weiterziehen in Erdings einzige Diskothek, weiterfeiern bis vier Uhr morgens. Ein unbestimmtes Glücksgefühl, wie ein kleiner Rausch. Selig ins Bett plumpsen. Es ist Sommer!

2 Kommentare 9.7.06 12:21, kommentieren

Kopf voll!

Große Pläne auf die ich mich freue, aber gleichzeitig Angst davor habe, gefühlte tausend Erwartungen, von denen ich nicht mal 1 Prozent erfüllen kann. Idealbilder, denen ich garnicht entsprechen will. Menschen, denen ich gerne nah wäre, die aber so unendlich fern sind und das nicht nur physisch. Geliebte Menschen, die mir das Leben zu entreißen droht. Ohnmacht. Hilflosigkeit. Ich hasse das.
Wo führt das hin? Was wird morgen sein???

4 Kommentare 17.7.06 22:09, kommentieren