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Mit uns die Sinnflut!

Eine Woche Zeltlager, eine Woche Dauerregen! Der Anfang der Woche noch superlustig und chillig, die Katastrophen kamen erst zum Ende hin. Geländespiele, baden in der Leitzach, Bannerklauer fangen, Lieder singen am Lagerfeuer, lecker essen, nächtelang ratschen etc. Dazu kamen noch zwei mir unbekannte Männer, von denen mich der eine sehr interessiert hätte, nur leider war er schon vergeben.
Die erste Katastrophe bahnte sich am Dienstag an. Vor dem Zeltlager waren einige von den anderen bei einem Freund (den ich nicht kenne) auf einer Party. Genau bei diesem Freund wurden 2 Tage später hochansteckende Monokokken (kann auch sein dass die anders hießen) diagnostiziert. Panik griff um sich. Sofort fuhren die anderen ins Krankenhaus um sich testen zu lassen. Zum Glück alle negativ.
Am Freitag wollten wir zum Abschluss eigentlich eine Beach-Party an der Leitzach machen, wegen des schlechten Wetters wurde die dann ins Zelt verlegt. Witzig war die Diskussion, was wir zu Essen anbieten. Von den anderen kamen Vorschläge wie Hawaiihäppchen, was Beach-Mäßiges halt etc... Eigentlich wollte ich nur einen Witz reissen und meinte: Bei dem Wetter gibts Gulaschsuppe und Glühwein! Tja, so wurde es dann halt auch gemacht!
Samstagmorgen, noch im Halbschlaf höre ich jemanden schreien. Denke mir zuerst ich habe noch geträumt und drehe mich nochmal um, als mir klar wird, dass es M. neben mir war, die geschrien hat. Eine Wespe hatte sie zuerst ins Augenlied, dann in den Nasenflügel und anschließend in die Lippe gestochen. Wieder eine schnelle Fahrt ins Krankenhaus. Auf dem Weg dahin hatte M. noch einen allergischen Schock. Panik.
Gott sei Dank waren die in der Klinik fit und wussten gleich, welches Medikament sie braucht und so hatten wir sie 2 Stunden später gesund und munter, wenn auch etwas geschwächt, zurück.
Für einige von uns (mich eingeschlossen) ging es an diesem Tag dann nach Hause, die anderen hingen noch eine Woche Zeltlager dran.

2 Kommentare 7.8.06 12:03, kommentieren

Urlaub mit Hindernissen

Geplant war die letzte Woche als gemütliche, lustige Hüttengaudi mit 9 Leuten. Gefahren sind wir letztendlich zu 5.: Meine gute Freundin und Nachbarin V. mit deren Freundin D. eine gemeinsame Freundin K. und deren Freund P. Ziel war das weißblaue Haus in Gaschurn/Österreich. Am Anfang war alles noch recht harmonisch, obwohl sich schon abzeichnete, dass K. und P. sich vom Rest der Gruppe ziemlich absonderten. Gleich am Sonntag machten D., V. und ich uns auf den Weg zu Europas längster in Stein gehauener Treppe, um deren 4000 Stufen zu erklimmen. K. und P. fanden das zu anstrengend und wollten mit der Gondel nachkommen. Bei anfangs noch schönem Wetter machten wir uns ans Werk. Die ersten 500 Stufen waren noch ein Kinderspiel doch dann wurde das ganze immer zäher und jeder Meilenstein sehnsüchtig erwartet. Was waren wir stolz, als wir die Füße auf die letzte Stufe setzten! Doch wo waren K. und P.? Noch während der Kletterei hatten wir immer wieder nach oben in die Gondel geguckt, die beiden aber nicht entdecken können. Also stärkten wir uns mit Kakao aus dem Automaten und Russisch Brot und warteten auf die beiden, um anschließend gemeinsam ins Bergstollenmuseum aufzubrechen. Nach ca. 30 Minuten dann eine SMS von K. dass sie das Museum gerade besichtigt hatten, weil sie nicht auf uns warten wollten. 1. Zoff.
Weil uns nach der Kletterei alle Knochen wehtaten wollten V., D. und ich unbedingt ins Schwimmbad und möglichst noch in einen Whirlpool (heißt in Österreich Whirlwanne). Da motzte K., weil sie Schwimmbäder generell nicht mag. Sie und P. verzogen sich deshalb ins Restaurant des Bades, während wir drei uns erstmal entspannten. Anschließend gabs dann schon wieder Ärger, weil wir den anderen zu lange gebraucht hatten.
Tags drauf stellte V. fest, dass K. in der Dusche Haare hinterlassen hatte und beim Essen schmatzt, nächster Stress. So kam eines zum anderen und die Stimmung wurde immer gespannter. Als V. und D. sich dann erlaubten, nur P., nicht aber K. zu fragen, ob er mit zum Paintball spielen kommt, war die Kacke endgültig am Dampfen.
Am Donnerstag brachen D. V. und ihc zu einer Bergtour auf, in deren Verlauf wir sowohl die Strecke als auch unsere Konstitution falsch eingeschätzt hatten. Im Hintergrund Gewitter, V. platzte eine frisch operierte Narbe am Fuß auf und ich wurde vor lauter Anstrengung ohnmächtig. Panik brach aus. Da näherten sich zwei munter wirkende weibliche Wesen, die uns fragten, ob man uns helfen könne. Nachdem die Sachlage klar war, brachten sie uns durch sichere Führung und bestimmte Worte schnell und sicher vom Berg und anschließend auch noch zu unserem Auto und zum nächsten Arzt. Der diagnostizierte bei mir einen Höhenkoller und verordnete V. strickte Ruhe.
Wieder zuhause beschlossen wir 3 angeschlagenen, den Urlaub einen Tag früher abzubrechen als geplant und die zwei beiden noch ein bißchen alleine zu lassen. Also erledigten wir unseren Teil vom Hausputz und machten uns am Freitag früh auf den Weg nach Hause.
Alles in allem zwar ein stressiger, aber trotzdem schöner Urlaub, in dem wir viel erlebt haben.

3 Kommentare 18.8.06 18:51, kommentieren