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Aus der Versenkung

Nein, keine Angst, ich habe nicht aufgehört zu bloggen, hatte nur viel zu tun in letzter Zeit.
In 8 Tagen heiratet mein Bruder kirchlich, da gibt es noch vieles zu erledigen und vor allem vor ihm und seiner Frau zu verstecken!
Heute oder morgen wird wohl die Hochzeitszeitung fertig werden, meine Einlage steht, mein Kleid ist gekauft (ein staubschwarzes Etuikleid mit weißer Spitzenbluse drunter), und am Donnerstag holen wir die Überraschungsgäste vom Flughafen ab.
Ansonsten arbeite ich zur Zeit fast jeden Tag im Sonnenstudio meiner Eltern und widme mich immer noch eifrig meiner Mathevorbereitung für die FOS. Nichts besonderes also, aber immer in Action.
Bis demnächst in diesem Blog

1 Kommentar 1.9.06 15:37, kommentieren

Prinzessin B. und ihr Gefolge

Junggesellinnenabschied meiner Schwägerin. Um 16.00 am Samstag haben wir (ihre Schwester, ich und 6 Freundinnen) sie bei sich zuhause in München abgeholt, wo sie ein rosa Prinzessinenkleid, ein Krönchen und ein Zepter bekam. Wir anderen hatten weiße Girlie-Shirts an, auf denen in rosa je ein realer Prinzessinenname gedruckt war. Ich war Prinzessin Stephanie. Nach einem Glas Prosecco gings dann ab auf die Leopoldstraße, wo Prinzessin B. Waren aus ihrem Korb verkaufen musste (Kondome, Süßigkeiten, Unterwäsche, Liebesromane etc). Um eine Grundlage zu legen, für das was da noch kommen sollte, sind wir dann weiter ins Hofbräuhaus, wo wir erstmal ordentlich was gegessen haben. Nächste Anlaufstelle war das Sausalitos, eine mexikanische Kneipe in Schwabing. Nach dem Genuss diverser Erdbeermargaritas durfte Prinzessin B. zu Son of a Preacherman auf dem Tisch tanzen, Leute finden, die ihrem Zukünftigen eine Postkarte schreiben mit fünf überzeugenden Gründen sie zu heiraten und zwei Kleidungsstücke von Männern sammeln. Zu vorgerückter Stunde brachte uns ein Taxi dann in die "Zwei Türme", eine Diskothek im Partygelände Optimolwerke. Auch hier warteten lustige Aufgaben auf Prinzessin B. Als wir um 4 Uhr morgens immer nohc nicht genug hatten, gings weiter in die Milchbar, nur leider verloren wir auf dem Weg dahin Max, meinen vielversprechenden Tanzflächenflirt aus den zwei Türmen. Um halb sieben waren wir wieder im Prinzessinenwohnsitz wo wir uns erstmal völlig fertig ins Bett legten, bis der künftige Gemahl uns ein Frühstück gezaubert hatte. ES war ein unvergesslicher, lustiger und wunderschöner Abend.

5.9.06 16:31, kommentieren

A perfect day!

Es ist vollbracht, ein perfekter Hochzeitstag liegt hinter uns. Hier die Agenda eines wunderschönen Tages:
06:30 mein Wecker klingelt, Aufstehen, schlaftrunken zur Kaffeemaschine tappsen, dann ins Bad.
06:40 Duschen heißt heute nicht nur einfach sauber werden sondern Beine und Achseln rasieren, darauf achten dass die Haare nicht nass werden (macht später der Friseur)... Anschließend sorgfältig eincremen.
07:30 Frühstücken
08:00 N. (die Schwester der Braut) kommt und wir helfen uns gegenseitig in unsere K.eider. Anschließend bringt sie mich zum Friseur und fährt selbst ihre vor Aufregung fast schon hyperventilierende Schwester abholen.
10:00 Die Friseuse hat meine Haare zu einer beeindruckenden Hochsteckfrisur aufgetürmt, bin gute 10 cm größer.
10:15 Bei meinen Eltern zuhause okkupiere ich das Bad und lege mein Make-up auf. Um mich herum wuseln meine Eltern und unser amerikanischer Besuch rum.
10:30 Aufbruch zum Weißwurstfrühstück. Hier stoßen mein Bruder, meine Nichten und der Rest der großen Hochzeitsgesellschaft zu uns.
13:00 Wir machen uns auf den Weg in die Kirche.
14:00 Die Braut betritt die Kirche, atemberaubende Stille. Ein Strahlen, das nicht von dieser Erde ist, überzieht das Gesicht meines Bruders.
14:30 Sie sagt "Ja, ich will"
14:32 Er sagt "Ja, ich will"
15:00 ein perfekter Gottesdienst liegt hinter uns. Der engagierte Chor hatte neben einer genialen Version von "Nothing else Matters" noch diverse andere Schmankerl dabei.
16:00 eine sich schon fast biegende Kuchentafel wird gestürmt. Die Band beginnt zu spielen.
16:15 Begrüßungsrede meines Bruders und seiner Frau. Anschneiden der Hochzeitstorte.
17:00 Die Einlagen beginnen. Vom traditionell bayrischen Holzscheitlknien für den Bräutigam bis zur fast schon klassischen Brautentführung ist alles dabei. Ratespiele, Karaokeinlagen (diese Grausamkeit begreift nur, wer meinen Bruder schon mal hat singen hören)...
Zwischendurch kündige ich die Hochzeitszeitung an, die von meinen jüngeren Cousinen und Cousins unters Volk gebracht wird.
18:00 Das Essen beginnt. Den Anfang macht ein Gruß aus der Küche in Form einer Kaninchenterrine. Hat scheinbar allen gut geschmeckt, nur ich mag leider kein Kaninchen.
Nächster Gang ist eine Hochzeitssuppe mit verschiedenen Einlagen (sehr lecker), dann essen wir Salat mit unterschiedlichen Körnern. Den Hauptgang bildet ein Kalbsfilet an gebackenen Kartoffelstreifen und zum Nachtisch gibt's Vanillemouse auf Beernspiegel.
Und jetzt kommt die Frechheit des Abends: An der Bar treffe ich meinen Vater, er legt mir den Arm um die Schulter und meint: "Tochter, trinkst einen kurzen mit mir?" Brav wie Tochter nun mal ist (*grins*) haben wir beide wenig später einen Willibecher in der Hand. Mein Vater schaut mich an und meint: "Ex oder hopp" und gehorsam wie ich nun mal bin ist der Schnaps in einem Zug weg. Mein VAter schaut mich ungläubig an und meint nur "Du spinnst doch!" DAs hat man nun davon wenn man auf seine Eltern hört!
Das Brautpaar eröffnet die Tanzfläche mit dem Walzer und für mich ist es wieder eine Premiere: ich hab meinen Bruder noch nie was anderes als Stehblues tanzen sehen. Jetzt komme auch ich mal wieder dazu meine Standardkenntnisse aufzupolieren und tanze mit dem Trauzeugen, Cousins von Bianca und Freunden von Max.
Um Mitternacht dann das nächste und letzte Highlight: Wir lassen rote Herzluftballons mit Sternwerfern dran steigen. Gefeiert wurde dann noch bis ca. 3 Uhr morgens, bis wir alle in die Betten gefallen sind. Den krönenden Abschluss dieses großen Ereignisses bildete ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen. Jetzt ist mein großer Bruder wohl endgültig unter der Haube.

11.9.06 17:29, kommentieren

Back to school!

Am Montag war Schulanfang! Nach ca. 10 Jahren sitze ich also wieder mal mit 23 anderen in einem Klassenzimmer, nur dass diesmal die anderen rund 10 Jahre jünger sind als ich selbst. Noch viel seltsamer war es allerdings, am Dienstag nach Hause zu kommen, und sich mit dem Bewußtsein "ich muss jetzt Hausaufgaben machen" an den Schreibtisch zu setzen. Daran muss ich mich wohl erst wieder gewöhnen. Bisher lässt sich alles ganz gut an, nette Lehrer, nette Klasse etc. Mal sehen, wie lange das so bleibt!

16.9.06 13:28, kommentieren

Hartes Brot!

Wow, die Fos wird wohl härter als gedacht. Nicht nur dass der Stoff teilweise recht anspruchsvoll ist, ich habe auch unterschätzt, wie anstrengend es sein kann, nach so langer Zeit wieder zu lernen.
Aber, Zähne zusammen und durch, das Ziel immer fest vor Augen!!!

19.9.06 17:26, kommentieren