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Rückblick

Nun ist es also rum, das Jahr 2006. Mal sehen, was da alles so war:

- Am Anfang des Jahres die große Depression wegen meiner Arbeitslosigkeit, viele Bewerbungen, wenig Vorstellungsgespräche, kein Erfolg

- Im Februar dann der Sieg im Gerichtsprozess gegen meinen ehemaligen Arbeitgeber. Ich bekomme 4.000 Euro und wieder etwas Vertrauen in mich und die deutsche Justiz.

- Im März fasse ich endgültig den Entschluss, wieder zurück zur Schule zu gehen. Die Zukunft nimmt Formen an. Zugleich trete ich mein Ehrenamt als Bezirksleiterin der Kolpingjugend an.

- Der April bringt den lange erwarteten Geldsegen, mein Ex-Chef zahlt, was mir vor Gericht zugesprochen wurde.

- Der Mai beginnt mit der unverhofften Wiederbegegnung mit S., was mich lange und intensiv beschäftig. Doch das Thema ist mittlerweile Gott sei Dank gegessen.

- Im Juni heiratet mein Bruder standesamtlich seine langjährige Freundin Bianca, mit der er auch schon meine beiden süßen Nichten Hanna (4) und Emily (2) hat. Außerdem starten wir unser Caféprojekt. Ein Café, das nur fairgehandelte Produkte im Angebot hat. Leider erweist sich die Idee als nicht rentabel und wir mussten wieder aufhören.

- Juli: Ich verabschiede mich entgültig von der Idee, dass aus mir und S. wieder etwas werden könnte, leite eine Kinderfreizeit und fange an, mich wieder auf die Schule vorzubereiten.

- August: Zeltlager, Hüttengaudi, Urlaub für Leute mit schmalem Portemonaie eben!

- September: Junggesellinnenabschied meiner Schwägerin, das Basteln der Hochzeitszeitung, die große kirchliche Hochzeit und schließlich der Schulanfang. Dieser Monat wurde nicht langweilig, immerhin bin ich ja jetzt auch schon 27.

- Oktober: Die ersten Tage im Praktikum in der Behindertenwerkstätte, das Wiedereingewöhnen in die Schule un die Hochzeit von zwei guten Freunden haben mich auch im Herbst in Atem gehalten.

- November: Ganz normaler Alltag mit Schule, Ehrenamt und Familienpflichten. Außerdem werde ich für mein ehrenamtliches Engagement geehrt

- Dezember: Ich gehe immer mehr in meiner Tätigkeit in der Behindertenwerkstätte auf, es weihnachtet so mehr oder weniger und mein Bruder renoviert sein Haus, wobei ich ihn tatkräftig unterstütze.

2 Kommentare 1.1.07 15:39, kommentieren

Gott - Sei - Dank!!!

Als kleines Mädchen habe ich meine Gute-Nacht-Gebete immer mit den Worten "Lieber Gott bitte mach dass...." angefangen. Das fiel mir heute auf der Rückfahrt im Auto ein.
Aber der Reihe nach:
Wie ja schon erwähnt, war mein Bruder die ganze Woche mit seiner Family bei meinen Eltern, weil wir alle zusammen sein zukünftiges Haus renovieren.
Um also meinem Bruder und seiner Frau mal die Möglichkeit zu geben, in Ruhe zu arbeiten, ohne auf die Kinder achten zu müssen, bin ich zusammen mit meinem Vater nach Dingolfing zu meiner Tante gefahren, um sie und ihre Familie mal wieder zu besuchen. Meine Mutter blieb lieber zu Hause weil sie nach eigener Aussage Entspannung dringend nötig hatte.
Nachdem die beiden Kleinen (Hanna 4, Emily 2 Jahre alt) ihre obligatorischen Kebbeleien um Sitzplatz und Kuscheltiere hinter sich hatten, war erstmal Ruhe im Karton, abgesehen von Benjamin Blümchen, der aus dem Kinderkasettenrekorder trötete.
Plötzlich, ohne jeden Anlass oder Vorwarnung, fängt Hanna an, laut zu singen: "54 - 74 - 90 - 2006..." mein Vater und ich gucken zuerst verwundert und brechen dann in schallendes Gelächter aus. Diese heitere, ausgelassene Stimmung zieht sich durch den ganzen Tag. Die beiden Kleinen spielen total begeistert mit ihren großen Großcousins, und auch wir
Erwachsenen zocken die ein oder andere Partie "Wer ist das?" mit.
Beim Abendessen fällt mir Hanna plötzlich total überraschend um den Hals. "Tante Lulli, hab dich lieb". Sowas gab es schon sehr lange nicht mehr, und in dieser Form eigentlich noch nie.
Ich denke, es lag schon sehr viel daran, dass ich im Umgang mit den Kindern oft gestresst war und schnell die Geduld verloren habe.
Heute abend begann ich mein Gebet mit den Worten: "Danke. Danke, dass ich eine solche Familie habe, und gleich zweimal Tante sein darf!"

4 Kommentare 6.1.07 19:56, kommentieren

Schlag ins Gesicht!

Boah, jetzt ist es schon 2 Tage her, und ich könnte mich immernoch aufregen!!!
Ich habe von meiner Praktikumsstelle meine Halbjahresbeurteilung bekommen, und die ist unter aller Sau! Als es anfänglich Probleme gab (siehe Beitrag "fragliche Fragen") habe ich darüber mit meiner Vorgesetzten gesprochen, und dachte danach, das Thema wäre vom Tisch, und jetzt würgt sie mir genau das wieder rein, obwohl sie mich nach unserem Gespräch n ie wieder darauf angesprochen hat.
Am schlimmsten finde ich, dass ich jetzt gar keine Lust mehr habe, da nochmal hinzugehen, obwohl mir die Tätigkeit total Spaß gemacht hat und ich auch mit den meisten Behinderten super klargekommen bin. Aber ich hasse es, wenn sowas hinter meinem Rücken passiert, ohne dass ich drauf angesprochen werde.
Momentan sind wir seit einer Woche im Pflegekurs. Das ist im Prinzip der Kurs für Schwesternhelfer, den wir brauchen, um danach ins Pflegepraktikum zu steigen. Ich habe noch keine Ahnung, wo ich da landen werde. Wollte eigentlihc in ein Kinderkrankenhaus, aber die gibts fast nur in München, und da nehmen sie dann überwiegend Leute aus München. Jetzt hab ich mich mal hier am Krankenhaus beworben. Mal sehen. Und ich hab ja auch noch 3 Wochen Zeit, mir zu überlegen, wie ich meiner Vorgesetzten in der Werkstätte nach dieser Aktion entgegentreten soll....

3 Kommentare 12.1.07 16:39, kommentieren

Dauermüde

Zur Zeit bedaure ich echt, dass Menschen keinen Winterschlaf machen. Echt, das wärs jetzt: sich so richtig vollfressen und dann 3 Monate durchpennen.
Bin momentan etwas quengelig, weil irgendwie nix spannendes passiert. Lernen, Family, Ehrenamt. Sehr viel mehr krieg ich momentan nicht auf die Reihe.

1 Kommentar 14.1.07 14:34, kommentieren

Ich bin dann mal weg...

Über bücherschreibende Promis mag man denken, was man will, und im Fall von Proleten wie dem, der mit B anfängt und mit ohlen aufhört, brauchts das echt nicht. Aber Hape Kerkeling hat mit "ich bin dann mal weg" einen echten Knüller hingelegt!!! Ich habs in einer Nacht durchgelesen, und je weiter ich kam, desto fester wurde mein bisher wager Plan, selbst mal den Jakobsweg nach Santiago de Compostella zu laufen. Echt empfehlenswert, das Buch!

3 Kommentare 14.1.07 14:37, kommentieren