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Bunte Schafe

Reichlich dünnhäutig im Moment, sehr leicht zu verunsichern und ständig dabei, sich zu rechtfertigen. Hab das Gefühl nichts auf die Reihe zu kriegen und bin trotz Fleiß und Einsatz jetzt auf die Gnade einer Konferenz angewiesen. Hasse dieses Gefühl.


Gestern nachmittag Therapie. Als ich mich als schwarzes Schaf beschrieb, war Therapeutin nicht einverstanden. Ich sei kein schwarzes, sondern eines mit vielen bunten Flecken. Auch eine Sichtweise.

1.2.07 17:10, kommentieren

Brücke aus dünnen Seilen

Es geht weiter. Grade noch. Erstmal. Unter Vorbehalt. Aber es geht weiter. Der Druck soll weg sein, ist er nur oberflächlich. In mir drin drückt er weiter. Wo geht es hin. Wo verdammt noch mal ist MEIN Weg? Warum kann ich nicht endlich mal zumindest ein Etappenziel erreicht haben. Soll kämpfen und bin müde, mutlos und ohne Kraft. Doch ich WERDE ankommen, wo auch immer.

3 Kommentare 2.2.07 19:16, kommentieren

Fed up

Irgendwie nervt grad alles, auch das Praktikum, das bis vor kurzem noch super Spaß gemacht hat. Hab den ganzen Tag über kaum was zu tun und sitze nur dumm in der Gegend rum. Dann noch die Ungewissheit, ob die Verlängerung der Probezeit jetzt genehmigt wird oder nicht, das alles zerrt an mir und meinem Nervenkostüm.

7.2.07 17:00, kommentieren

Frag Mutti!

Der erste Schweinebraten meines Lebens ist im Ofen! Vorher hab ich etwa eine Stunde lang geschwitzt und meine Mutter verflucht, weil sie einfach abgehauen ist ohne mich entsprechend zu instruieren und vor allem weil sie kein entsprechendes Kochbuch besitzt. In ca. 1 Stunde essen wir, ich werde berichten.
Alles gut. Der Braten ist geglückt, die Kompanie mal wieder abgefüttert und das Schlachtfeld in der Küche beseitigt. So stressig es momentan ist, ich genieße es auch, dass mein Bruder mit seiner Familie bei meinen Eltern wohnt solange bis sie in das neue Haus einziehen können.
Kinder können einfach alles vergolden. Als klein Emily (2,5) sich heute den 2. Knödel in den Mund stopft und mit dicken Hamsterbacken grinsend verkündet: "gut isser" war das Familienglück wieder perfekt.
Morgen startet die letzte Arbeitswoche in der Behindertenwerkstätte. Freitag gibts Zwischenzeugnisse, aber vorher erfahre ich noch, ob meine Verlängerung der Probezeit genehmigt wurde. Es bleibt also spannend.

1 Kommentar 11.2.07 11:36, kommentieren

Buntes Narrentreiben

Unsinniger Donnerstag in der Behindertenwerkstätte. Schon vormittags, als noch offizielle Arbeitszeit herrscht, ist von nichts anderem als Krapfen und Kostümen die Rede. Nacheinander begleite ich unsere Grüpplinge zu einer professionellen Maskenbildnerin, die extra für diesen Anlass gekommen ist, um die Beschäftigten der Werkstätte zu schminken. Nachmittags gabs dann Kaffee und Krapfen für alle, später dann noch Hamburger. Eine Liveband sorgte mit typischen Faschingskrachern für Stimmung und es wurde eifrig getanzt. Im Hühnerkostüm werfe ich mich ins Getümmel und lerne, dass man auch mit Rollstuhlfahrern prima tanzen kann und gegen Ende der Party ist meine Technik durchaus ausgereift. Insgesamt ein recht stressiger aber auch total schöner Nachmittag. Es ist total interessant zu sehen, wie sehr die meisten geistig behinderten Menschen auf Musik reagieren und wie sehr sie ein solches Fest genießen.

18.2.07 19:16, kommentieren