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Ich liebe dieses Leben?

Gestern abend Juli-Konzert im Zenith in München. Bin da sehr überraschend hingefahren, weil mein Bruder und seine Frau nicht fahren konnten und mir deshalb die Karten vermacht hatten.
Bis zu diesem Zeitpunkt hätte der Tag nicht beschissener sein können. Bei einer Mathe-Ex war mal wieder der totale Blackout angesagt und als ich mich dann nach dem Anruf meiner Schwägerin spontan entschlossen habe, aufs Konzert zu fahren, habe ich mich auch noch mit meinem Mit-Bezirksleiter gestritten, weil ich nicht zur Sitzung konnte, die am gleichen Abend war.
Ich musste einfach mal was für mich tun, sonst wäre ich wohl geplatzt gestern.
Das Konzert war superklasse, genau das, was ich in dem Moment gebraucht habe. Einfach mal zwei Stunden lang den Kopf frei kriegen.
Auf der Heimfahrt bin ich prompt in der S-Bahn eingeschlafen und an meinem Ausstiegspunkt vorbeigefahren. Wie ich da so fluchend am Bahnsteig stehe, blinkt neben mir ein Fiat Panda und ein netter Typ mit schwesterlicher Begleitung fragt mich, ob er mich heimfahren darf. Beschissener Tag mit gutem Ende.

1 Kommentar 6.3.07 16:33, kommentieren

Karusellfahrt

Momentan scheint sich alles an mir vorbei zu drehen, wie in einem Karusell, zu schnell weg, um darauf Einfluss zu nehmen, nicht fähig zu bremsen und auszusteigen.
Mache die Erfahrung, dass es wohl nicht möglich ist, es allen Recht zu machen. Ich konzentriere mich grade hauptsächlich auf die Schule und aufs Lernen, weil es mir so verdammt wichtig ist, dieses Ziel nun endlich zu erreichen. Das hat zur Folge dass Freunde, Ehrenämtler und Verwandte motzen, weil diese Sachen auf der Strecke bleiben. Versuche alles auf die Reihe zu kriegen und schaffe es nicht. Wären die anderen glücklicher, wenn ich scheitern würde und wieder mehr Zeit für anderes hätte? Paradoxe Vorstellung.

2 Kommentare 10.3.07 13:57, kommentieren

...es dreht sich weiter...

Immer noch stressig, alles. Hab immer noch das Gefühl auf rohen Eiern zu laufen und es trotzdem nicht zu schaffen, dass alle irgendwie zufrieden sind. Letzte Woche hat die neue Praktikumsphase angefangen, diesmal im Krankenhaus, auf der inneren Station. Ganz anders, auch irgendwie heftig, vor allem auch körperlich anstrengend. Schmeiße mich jeden abend in die Badewanne weil mir die Füße so weh tun. Es gibt viel zu tun - auch wenn ich gerne alles in die Ecke schmeissen würde...

2 Kommentare 17.3.07 14:01, kommentieren

Paracodin

Schon die ganze letzte Woche quält mich ein lästiger Reizhusten, und jetzt liege ich mit einer Bronchitis flach. Zuerst dachte ich, mir tut die Zwangsruhe gut, doch jetzt hab ich nur das Gefühl erst recht nix gebacken zu kriegen.

3 Kommentare 19.3.07 16:03, kommentieren

Am Arsch der Welt

Letztes Wochenende war das Klausurwochenende aller Bezirksleiter in der Region München-Freising angesagt und irgendein kluger Kopf hatte sich als Ort dafür ausgerechnet Hundham ausgesucht, ein Kaff irgendwo hinter Fischbachau, das liegt in der nähe von Miesbach und für die, die das auch nicht kennen, ist die grobe Richtung Bad Tölz. Nichts gegen Dörfer, für solche Wochenenden sind sie perfekt, weil abgeschieden und die Häuser nicht so teuer. Wer allerdings versucht, Hundham mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, muss sich auf ein Abenteuer gefasst machen.
Ich bin also in Erding mit der S-Bahn losgefahren, sollte in München in die Bayrische Oberlandbahn (BOB) umsteigen und in Fischbachau in einen sogenannten Pendel-Ruf-Bus von der Post, der nur bei Bedarf verkehrt. So weit so gut. Irgendwo auf der Hälfte der Strecke kam dann eine Durchsage, wir hätten einen Oberleitungsschaden und die S-Bahn würde nicht bis in die Innenstadt fahren. Nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten fuhr sie dann doch weiter, allerdings war jetzt mein Anschlusszug weg. Am Hauptbahnhof erfuhr ich dann, dass zwar noch eine BOB fahren würde, jedoch kein Pendelbus mehr. Fischbach wäre also in jedem Fall Endstation. Im Zug versuchte ich dann, die anderen zu erreichen, um mich abholen zu lassen, jedoch hatten die samt und sonders kein Netz! In Fischbach angekommen erkundigte ich mcih wie weit die Strecke zu laufen wäre, und wollte schon fast loslaufen, denn 7 km sind machbar, als es anfing, wie aus Eimern zu schneien. Bin schließlich doch losgelaufen und irgendwann hält neben mir ein Auto. Eine Dame mit 3 kleinen Kindern auf dem Rücksitz fragt, ob sie mich mitnehmen kann und siehe da, sie wollte nach Hundham! Glück muss der Mensch haben und die anderen haben nicht schlecht gestaunt als ich plötzlich dastand.
Ansonsten wars ein arbeitsreiches aber schönes Wochenende, aus dem sich hoffentlich viele Neuerungen und Verbesserungen ergeben

1 Kommentar 27.3.07 19:24, kommentieren