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Ostertrouble

Kleiner Nachtrag zum letzten Eintrag:
Zurück vom Arsch der Welt bin ich mit einem befreundeten Bezirksleiter im Auto bis München gefahren und dann mit der S-Bahn nach Hause. Im Vergleich zur Hinfahrt also paradiesisch stressfrei.

Stress macht allerdings wieder mal meine Mutter: Unsere Oma (ihre Muttter) ist für sie so etwas wie eine heilige Kuh. Alles was sie sagt oder macht ist richtig und bloß nicht in Frage zu stellen. Wagen wir bösen Kinder einmal leise Kritik oder nur Anregungen sind wir sofort undankbar.
Im krassen Gegensatz dazu steht die neueste Aktion meiner Mom. Gestern erfahre ich von meiner Patentante (!) dass mein Dad und meine Mom über Ostern nicht da sind. Davon wussten weder mein Bruder und ich noch unsere Oma. Damit kippt der traditionelle Familienbrunch mit anschließendem Besuch des Grabs meines Opas, beides für meine Oma sehr wichtig.
Naja, egal. Jetzt haben wir den Familienbrunch zu meinem Bruder verlagert, holen Oma ab und fahren anschließend mit ihr aufs Grab. Wir sind ja so undankbar.

2 Kommentare 3.4.07 15:45, kommentieren

Ölbergnacht

Wie jedes Jahr um diese Zeit verbrachte ich die Hälfte der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag in der Kirche. Diese Veranstaltung soll an die letzte Nacht Jesu auf dem Ölberg erinnern. Um Mitternacht trafen wir uns alle, zu jeder vollen Stunde gabs einen Impuls, immer von jemand anderem gestaltet, und um 6 Uhr morgens gemeinsames Frühstück. Zwischen den Impulsen Zeit, sich mit anderen zu unterhalten, kurz die Augen zuzumachen, oder die Impulse nachwirken zu lassen.
Wie jedes Jahr hat diese Nacht auf mich eine ganz besondere Wirkung. Es tut total gut, mal ins Nachdenken und auch ins Grübeln zu kommen. Wenn dann am Ende der letzten Einheit schon die Vögel singen, und die ersten Sonnenstrahlen durchkommen, ist das einfach ein phantastisches Gefühl.
Anstatt danach gründlich auszuschlafen, hab ich mir nur einen kurzen Nap gegönnt und bin um 12 zum Mittagessen zu meinen Eltern gefahren. Komischerweise kam mir meine Mutter wie ausgewechselt vor. Kein Rumgemotze an meinen Augenringen oder am bunt bedruckten Doubelsleeve-Shirt. Statt dessen eine herzliche Umarmung und ein gutes Gespräch. Sollte das Wunder wahr werden, und wir packen doch noch mal ein ganz normales Verhältnis zueinander? Noch wage ich nicht zu hoffen.
Frohe Ostern und viel Spaß beim Eiersuchen!

PS: In nicht mal 48 Stunden gönne ich mir nach 40 Tagen mein erstes Schoko-Osterei!

2 Kommentare 6.4.07 14:05, kommentieren

Osterfrühstück

Gestern um 4:00 morgens aufgestanden um um 5:00 ins Osterfeuer zu gehen. Auch das eine Tradition, die vielleicht für viele unverständlich ist. Für mich ist Ostern fast noch wichtiger und ursprünglicher als Weihnachten. Es ist einfach gigantisch wenn die anfangs dunkle Kirche langsam im Glanz der vielen Kerzen erstrahlt. Danach dann nach Hause gefahren, noch ein Stündchen aufs Ohr gelegt und anschließend mit den Ostergeschenken für die Kinder bewaffnet zu meinem Bruder gefahren. Dort wartete schon die ganze Bande, inklusive meiner Oma.

Osterfrühstück:

  • Frischer Hefezopf mit Marmelade und Kaffee
  • Ein Stück ofenwarmes Baguette mit Schinken und Ei
  • 1/2 Vollkornsemmel mit Käsesalat

Und dann... Nach 40 Tagen

MEIN ERSTES SCHOKOLADENEI!!!

Ganz langsam und genüsslich gegessen, hinterher war mir fast ein bisschen schlecht, aber nur ganz kurz.

Nach dem Frühstück ab in den Garten mit den Kindern. Ist schon putzig, wenn klein Emily (2 1/2) mit ihrem dicken Windelhintern durch den Garten rennt, auf der Jagd nach Schokoladenhasen. Hanna, die große Schwester (4 1/2) hat natürlich genauso eifrig gesucht. Ich als Tante hatte mich in diesem Jahr dazu entschlossen, nur kleine Schokohasen zu schenken, und stattdessen Bilderbücher.

Gegen Mittag waren dann beide Kinder etwas müde, und die kleine ist, noch während ich die neue Geschichte vom "Raben Socke" vorlas, mit dem Kopf auf meinem Bauch eingeschlafen. Tja, so spießig es klingen mag, aber Familie ist schon was tolles!

9.4.07 13:13, kommentieren

Nicht loslassen wollen

Meiner Oma geht's schlecht. Und meine Eltern sind - wie immer wenns meiner Oma schlecht geht - im Urlaub. Man könnte das auch umgekehrt sehen. Wie immer wenn meine Eltern im Urlaub sind gehts meiner Oma schlecht. Sie ist nicht im eigentlichen Sinne krank, aber schwach wie eine Eintagsfliege, hängt völlig matt auf dem Sofa. Will raus in den Garten und kann nicht. Wie so oft in letzter Zeit schickt sie mich einkaufen. Kaum dass ich mit den Sachen wieder da bin, fällt ihr dann ein, was sie vergessen hat und ich düse nochmal los. Das alles auf dem Fahrrad. Normalerweise würde mich das ärgern, im Moment bin ich froh, dass es noch für sie tun kann.

Gestern ist die Uroma meiner Schwägerin gestorben. Die Ur-Uroma meiner Nichten. Mit 93. Ein tolles Alter. Jedoch spricht meine Oma (nächste Woche 85) jetzt auch ständig vom Sterben.

Ich gebe zu, dass sie mir manchmal auf die Nerven geht, wenn ihr nichts schnell genug geht und man nichts richtig machen kann. Noch viel öfter allerdings bin ich einfach froh, dass ich so eine tolle Oma habe. Der Gedanke, sie könnte bald nicht mehr sein, fällt schwer.  

1 Kommentar 10.4.07 15:27, kommentieren

My home is my castle

Hab mir grade bei Obi eine Gartenliege gekauft. Jetzt kann ich in meinem Minigarten liegen und mir die sagenhafte Aprilsonne auf den Pelz brennen lassen.
Bevor ich das aber darf, ist noch ein bißchen Hirnschmalz gefragt. Am Donnerstag ist Pädagogikschulaufgabe und ich sollte noch etwas lernen, aber auch dazu werde ich mich auf die Terasse setzen!
Schönes Sommersonnenwochenende euch allen!

1 Kommentar 14.4.07 12:32, kommentieren